Aktuelle Meldungen aus der Immobilien-Branche

Wohneigentum nur noch für Reiche?

Seit März 2016 gilt die neue EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR). Damit sind sehr viel strengere Vergabekriterien für die Immobilienfinanzierung verbunden als bisher. Die Banken haben ihre Kreditkonditionen deutlich verschärft. Thomas Aigner von Aigner Immobilien über die Folgen der WIKR.

„Die Möglichkeit, für das Alter mit einer kleinen Immobilie vorzusorgen, wird besonders für Personengruppen mit geringeren Einkommen immer schwerer“, meint Thomas Aigner, geschäftsführender Gesellschafter der Aigner Immobilien GmbH, einem der führenden Immobilienmakler im Großraum München. Mit der WIKR seien schließlich sehr viel strengere Vergabekriterien für die Immobilienfinanzierung verbunden als bisher. Die Banken hätten sich darauf eingestellt und ihre Kreditkonditionen deutlich verschärft.

Kreditwürdigkeit nicht mehr Hauptkriterium

Der Wert der Immobilie gilt bei der Einschätzung der Kreditwürdigkeit nicht mehr als Hauptkriterium, sondern der Anteil des Eigenkapitals. Die niedrigen Zinsen machen es aber gerade für Kleinsparer unmöglich, für das Alter vorzusorgen und Kapital aufzubauen. Wenn es jetzt zusätzlich nahezu unmöglich wird, mit geringem Kapital eine Wohnung anzusparen, dann bricht ein wichtiger Baustein für die Altersvorsorge weg. Auch ältere Arbeitnehmer, Berufseinsteiger und Rentner mit geringem Einkommen werden es immer schwerer haben, ihre Immobilienpläne zu verwirklichen.

Zinskonditionen so gut wie nie

Andererseits bieten die derzeitigen Zinskonditionen Personen, die über Eigenkapital verfügen, so gute Voraussetzungen, Immobilieneigentum aufzubauen, wie selten zuvor. Derzeit liegen die durchschnittlichen Zinsen für Hypothekendarlehen bei circa 1,4% – vor knapp zehn Jahren bezahlte man 5%.

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